Ferienwohnung in Krumbach finden – Landschaft und Architektur erleben
Unterkünfte in Krumbach
Krumbach liegt im Vorderen Bregenzerwald. Im Dorf treffen zwei eigenständige lokale Themen aufeinander: die über sieben Haltestellen verteilte Architekturinstallation BUS:STOP und ein Mosaik von Moorflächen und Moorsitzen zwischen Ortskern und Roßbad.
The Kressbad bus shelter is one of Krumbach’s individually designed architectural bus stops.
Foto: Asurnipal via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

BUS:STOP Krumbach
Sieben von Architektinnen und Architekten aus mehreren Ländern entworfene Haltestellen machen öffentliche Verkehrsbauten zu ortsbezogenen Bauwerken. Die Station Kressbad verbindet ein hölzernes Wartehäuschen mit einer kleinen Tribüne für den Tennisplatz. In Glatzegg rahmt eine Camera obscura den Blick in Richtung Berge; in Bränden öffnet eine Struktur aus dünnen Stahlstangen den Raum zur Landschaft.
Die Entwürfe wurden gemeinsam mit regionalen Fachbetrieben umgesetzt. Am Kressbad arbeiteten Tischler aus Krumbach, Schindelmacher aus Lingenau und Materiallieferanten aus Hittisau zusammen. An weiteren Stationen wirkten Handwerker aus Doren mit. Die Haltestellen verbinden internationale Architekturideen mit dem regionalen Handwerk.

Moore zwischen Kreßbad und Salgenreute
Zwischen Ortskern und Roßbad liegen 14 Moorsitze, an denen sich verschiedene Moor- und Landschaftsräume betrachten lassen. Die Moore in Krumbach entwickelten sich nach dem Rückzug der Gletscher vor rund 10.000 Jahren. Im Torf konservierte Pollen geben Hinweise auf die Landschafts- und Kulturgeschichte des Ortes. Der Moorraum ist als Rastplatz und Aussichtspunkt über das Salgenreuter Moor angelegt.
Das Kreßbad ist seit dem 19. Jahrhundert mit seiner Quelle, dem Moor und früheren Torfstichen verbunden. Eine Badehütte und ein kleines Gasthaus nahmen 1807 den Betrieb auf; im Bäderhandbuch von 1830 wurde das Kreßbad als Schwefelquelle erwähnt. Das größte Moorbiotop der Gemeinde ist Salgenreute: Rund fünf Hektar umfassen eine Vielfalt an Arten und Pflanzengesellschaften. Sichtbare Torfstiche und Pfeifengraswiesen erzählen von früherer Nutzung und der Entwicklung der Landschaft. Der Kataster von 1857 dokumentiert den Torfabbau.

Moorwissen und lokale Küche
Die Krumbacher Moorwirte verbinden das Naturthema mit regionaler Küche. Zu ihrem gemeinsamen Angebot gehören mindestens ein Gericht mit Moorbezug, ein saisonaler Moordrink und Kooperationen rund um die Moortage. Aus einem vier Meter tiefen Torfprofil lässt sich die regionale Besiedlungsgeschichte bis zu 4.000 Jahre zurückverfolgen.