Inatura in Dornbirn: Natur, Mensch und Technik entdecken
Die inatura in Dornbirn verbindet ein naturkundliches Museum mit einer ehemaligen Industrieanlage und dem Stadtgarten. Ihre Dauerausstellung führt durch Vorarlbergs Lebensräume und macht Natur, Mensch und Technik an interaktiven Stationen begreifbar. So kann ein Besuch je nach Interesse bei Tieren und Landschaft, beim menschlichen Körper oder bei technischen Phänomenen ansetzen.
Gebirge, Wald und Wasser entdecken
In den Naturbereichen stehen Gebirge, Wald, Wiesen und Wasser im Mittelpunkt. Im Gebirgsbereich zeigen digitale Karten und ein Relief die Vielfalt Vorarlbergs; Stationen veranschaulichen, wie Wind, Wasser und Eis Landschaften formen. Großtierpräparate und begehbare Modelle wie ein Dachsbau machen Tierwelten anschaulich, während Riesenmodelle Insekten aus der Nähe zeigen. Lebende Bienen und Ameisen geben Einblicke in das Leben in Wald und Wiese. Im Wasserbereich gehören Fische aus Rhein und Bodensee, ein begehbarer Biberbau und die Stimmen von Wasservögeln zu den Themen. So wechseln Landschaft, Tierwelt und eigene Beobachtungen im Ausstellungsrundgang.
Der Erlebnisbereich Mensch macht den Körper zum Thema. Ein begehbarer Rundgang folgt dem Weg der Nahrung und erklärt Organsysteme und Körperfunktionen. Besucher können Sinnesleistungen ausprobieren und biologische Abläufe an anschaulichen Stationen erleben. Dadurch eignet sich dieser Teil besonders für Familien, die naturwissenschaftliche Themen gemeinsam entdecken wollen.
Technik und Naturwissenschaft zum Ausprobieren
Die „Science Zones“ setzen Experimente zu klassischen Naturwissenschaften und Technik neben die Naturbereiche. Mechanik, Bionik, Wasser, Elektrizität, Magnetismus und Optik werden an Stationen erfahrbar. Dreht man an einem Modell oder verfolgt einen Lichtstrahl, werden Prinzipien sichtbar, die im Alltag meist verborgen bleiben. Sonderausstellungen ergänzen die Dauerausstellung mit wechselnden Themen; Führungen und Veranstaltungen bieten weitere Zugänge zum Haus.
Industriegeschichte im Rüsch-Areal
Das Museumsgebäude steht auf dem Gelände des Unternehmens Rüsch, das von 1827 bis 1984 zur Industriegeschichte Vorarlbergs gehörte. Die Maschinenfabrik und Eisengießerei stellte zunächst Anlagen für Wasserkraft her, später Werkzeugmaschinen und Gussteile. Im Sommer 2003 zog die Vorarlberger Naturschau auf das Areal. Historische Bauteile wurden in das Ausstellungs- und Einrichtungskonzept aufgenommen. Die frühere industrielle Nutzung ist dadurch Teil des Rundgangs und verbindet Technikgeschichte mit der heutigen Ausstellung über Natur und technische Entwicklungen.
Stadtgarten und Dornbirn verbinden
Zum Museum gehört der rund 20.000 Quadratmeter große Stadtgarten. Ein Arboretum zeigt Bäume aus verschiedenen Kontinenten; Kräutergarten und Brache bringen Wildkräuter und Heilpflanzen in den Park. Das Café-Restaurant und der Museumsshop ergänzen den Museumsbesuch. Die Ortsseite zu Dornbirn führt in die Stadt, die Museen in Vorarlberg stellen weitere Sammlungen vor. Draußen liegen Naturziele im Land; für Familienferien bieten die Familienseiten ergänzende Ausflugsideen.