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Langen am Arlberg: ein Dorf an der Arlbergroute

Langen am Arlberg liegt hoch im Klostertal an der Verkehrsverbindung über den Arlberg. Eisenbahn, Straße und Tunnelbau prägten die kleine Siedlung über mehrere Generationen. Schon in der Römerzeit führte eine Verbindung durch das Klostertal zum Pass. Im Mittelalter nahm der Warentransport zu; 1386 wurde am Arlberg ein Hospiz gegründet. Klostertal verbindet Langen mit Innerbraz und Wald am Arlberg, die weiter talabwärts andere Siedlungslagen zeigen. Der Bahnhof bindet Langen an das Schienennetz am Arlberg an; die Straße bildet die zweite wichtige Verkehrsachse am Arlberg.

Arlbergbahn und Arbeitersiedlung

Mit dem Bau des Arlbergbahntunnels wurde Langen zu einem bedeutenden Arbeits- und Verkehrsort. In Bahnhofsnähe entstand eine Eisenbahnersiedlung, in der während der Tunnelbauzeit etwa 4.000 Arbeiter untergebracht waren. Unter den Arbeitern waren viele Italiener, die Vögel züchteten; aus dieser Praxis entstand der überlieferte Beiname „Vogelstadt“.

Straßentunnel und Ortsentwicklung

Auch der spätere Bau des Arlberg-Straßentunnels brachte zusätzliche Arbeitskräfte nach Langen. Für dieses Bauprojekt kamen rund 200 Arbeiter in den Ort. Der Straßenbau erweiterte die Bahnverbindung um eine zweite Verkehrsinfrastruktur und veränderte die Anforderungen an den Passverkehr. Bahnhofssiedlung und Tunnelanlagen stehen deshalb für unterschiedliche Phasen der technischen Erschließung. Die Ortsgeschichte ist eng mit der Rolle des Arlbergs als Übergang zwischen Klostertal und Stanzertal verbunden.

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Verkehrsraum am Pass

Die Verbindung über den Arlberg verknüpfte lokale Landwirtschaft und Gastwirtschaft mit überregionalem Reise- und Warenverkehr. Im 19. Jahrhundert machte die Bahn den Passübergang verlässlicher; später übernahm die Straße einen wachsenden Teil des Verkehrs. Die Siedlung Langen liegt nahe den getrennten westlichen Portalen von Arlbergbahn- und Arlbergstraßentunnel. Bahn und Straße erschließen das Arlberggebiet mit Stuben, St. Christoph, Zürs, Lech und Warth. Im mittleren Klostertal verbindet Wald am Arlberg Dorfwege mit Museum und Schindelhandwerk. Am 25. September 1884 wurde die Arlbergbahn dem Verkehr übergeben; sie blieb mehrere Jahrzehnte ein bedeutender Arbeitgeber im Tal und half, die Abwanderung aus dem Klostertal zu bremsen.